Ankunft an der Maas

Am strahlend sonnigen 26. August starteten die Sänger des MGV aus Geistingen mit ihren Frauen / Partnerinnen und 2 jungen Söhnen einer MGV-Familie mit dem Reisebus nach Maastricht. Statt schwerer Koffer war nur leichtes Handgepäck erforderlich, zumal in den Niederlanden die Berge nicht besonders kräftezehrend zu erwandern sind. Unser Vorstandsmitglied Klaus Maßfeller hatte diesen Tagesausflug perfekt organisiert. Im Anschluss an die gemeinschaftlichen Veranstaltungen war für alle Teilnehmer ein Zeitfenster für eine individuelle Stadterkundung eingeplant. Informationsseiten über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Universitätsstadt Maastricht wurden zusammen mit dem zeitlichen Programmablauf an alle Teilnehmer verteilt. Und damit sich auch niemand verlaufen konnte, gab es einen Stadtplanausschnitt dazu.

Nach der ca. 2-stündigen angenehmen Busfahrt erreichtern wir unseren ersten Zielpunkt – den Parkplatz unterhalb der „Grotten Sint Pieter“. Nach einer vielleicht ca. 20 minütigen Wanderung durch „Wald und Flur“, mit leichtern Steigungen, erreichten wir den Eingang zu den Grotten. Der sympathische niederländische „Grottenführer“ erwartete uns bereits mit 3 Spezial-Lampen vor dem mit einem schweren Stahlgittertor verschlossenen Eingang. Ein großes Schild zeigte an, dass der Eintritt verboten ist. Aus gutem Grund, wie wir schon bald auf sehr anschauliche Weise begreifen sollten. Weiteres soll hier nicht erwähnt werdem, da unsere Erlebnisse sonst, romanhaft beschrieben, den normalen Platz eines Beitrages bei Weitem übersteigen würde. Die Emotionen, die innerhalb dieser stockdunklen, labyrinthähnlichen Tunnelgänge mit einer Gesamtlänge von ca. 80 km in einen hinein kriechen, sollte jeder für sich selber erfahren. Die 3 Speziallampen des „Grottenführers“ spielten hierbei eine entscheidende Rolle!

„Froh die Stunde, froh der Tag“, eine Komposition von Lorenz Maierhofer, hätte man jetzt am liebsten gesungen, als wir aus der Dunkelheit wieder ins Helle kamen. Sonnenschein und viel Grün bei frischer Luft ließen uns die Schönheit der Natur wieder bewußt werden. Doch das Singen musste noch warten, Eine Stärkung war jetzt hochwillkommen, denn es war höchste Zeit für unser traditionelles MGV-Frühstück. Es gab Brötchen mit Frikadellen, Bier und Wein. Auf Wunsch servierte unser Busfahrer gerne frischen Kaffee.

Gesättigt stiegen wir in unseren Reisebus, der uns zurück an die Maas brachte, um rechtzeitig an Bord der Maastricht gehen zu können. „Lunch & Brunch“ stand auf dem Programm. Gutes Essen und Trinken bei einer ruhigen Maas-Schifffahrt. Und außerhalb unseres schwimmenden Restaurants glitt die Uferlandschaft von Maastricht vorbei. Guten Appetit – auch auf die folgenden Fotoimpressionen.

Die bereits oben erwähnten kollektiven Veranstaltungen wurden nun durch „Individuelles Bummeln durch Maastricht“ ergänzt. Je nach Interessenschwerpunkt konnte sich jeder Teilnehmer für die Erkundung von Museen, Kirchen, Stadtmauer mit Stadttor oder dem Studentenviertel Jekerkwartier entscheiden. Über die Sint-Servatius-Brücke waren alle Sehenswürdigkeiten links und rechts der Maas zu erreichen. Zudem ließ sich im Einkaufszentrum (Shoppingcenter Mosae Forum) noch das eine oder andere Souvenir erwerben. Weitergehende Informationen zu diesen, und auch zu den Grotten von Sint Pieter, findet man schnell über das Internet (Wikipedia-Maastricht). Eine Auswahl von Fotos einiger „individuellen Stadtbummler“ zeigen deren Eindrücke.

Nach und nach trafen die Stadtbummler an dem vereinbarten Treffpunkt „Bonhomme“ an der Maaspromenade ein, denn die Rückfahrt nach Hennef-Geistingen stand an. Schnell noch ein Bier oder einen Kaffee, gerne auch mit Kuchen. Am Ufer der Maas bat unser „Vizechorleiter“ Erich Schmitz uns dann zum Gesang. Da wir Abschied von einer Universitätsstadt nahmen, passte der Titel unseres Stückes perfekt – ein Lied aus der russischen Chorliteratur – „Studentenlied“ (Satz: A. Sweschnikov / Deutscher Text von Pavel Brochin).
Ob es Studenten waren, die von der höher gelegenen Maaspromenade Beifall spendeten, wissen wir nicht, aber es war dennoch eine erfreuliche Geste der Maastrichter Zuhörer vor unserem Rückweg zum Bus. Auf Wiedersehen Maastricht. Eine gastfreundliche Stadt.

So fand eine abwechslungsreiche, gut geplante Tagestour mit der sicheren und angenehmen Busfahrt – besten Dank an an unseren Busfahrer – einen erfolgreichen Abschluss. Die MGV-Familie dankt dem Organisator Klaus und allen an der Vorbereitung und Durchführung Beteiligten. Wir freuen uns schon heute auf die nächste Tour.