Männerchor Geistingen „Adventskonzert 2018“

Blick auf Publikum und Chor

Das diesjährige Adventskonzert berührte nicht nur die russischen Seelen, sondern auch die der zahlreich anwesenden Menschen in der katholischen Pfarrkirche Sankt Michael in Hennef-Geistingen. Der Männerchor Geistingen hatte wieder eine glückliche Hand mit seinem diesmal ein-

St. Daniels Chor

geladenen Gastchor „St. Daniels“ aus Moskau. Wie der 1.Vorsitzende des Gastgeberchores, Markus Linten, in seiner Begrüßungsansprache deutlich machte, war das russische Gesangsquartett zwar zahlenmäßig deutlich kleiner als der mit 32 Sängern angetretene Geistinger Männerchor, aber schon alleine in seiner quantitativen stimmlichen Gesamtwirkung enorm beeindruckend. Diese 4 Sänger, alle mit abgeschlossener Gesangsausbildung (Operngesang), waren ein Glanzpunkt dieses

Ansprache von Markus Linten

Benefizkonzertes. Markus Linten informierte das Publikum dann über den Zweck und den Adressaten des 4-stelligen Euro-betrages der Spende und dankte allen, die durch ihre Anwesen-heit dazu beigetragen haben. Die Spende geht an den „Missionskreis der Pfarrgemeinde Liebfrauen in Hennef-Warth“.

Zu den Gründungsmitgliedern vor 30 Jahren gehört auch das Ehepaar Dagmar und Hans Jagsch, das ebenfalls im Publikum anwesend war. Mit der Spende soll im Kongo die zerstörte Schreinerschule und das Assistentenhaus des Waisenhauses im Kongo wieder aufgebaut werden. Auch die Schulmöbel und Ausstattungsgegenstände für die Klinik und den OP-Bereich müssen neu beschafft werden. Näheres dazu im Artikel des Generalanzeigers von Ingo Eisner am 11.10.2018, zu finden über den Link http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/sieg-und-rhein/hennef/Ehepaar-aus-Hennef-erz%C3%A4hlen-%C3%BCber-Erlebnisse-im-Kongo-article3958347.html
Zu Beginn des Konzertes sang der Männerchor Geistingen den Titel „Lobe

den Herrn, meine Seele“ von Carl Stein, nach Psalm 103 in der Bearbeitung von Gerhard Rabe. Dem folgte das wunderbare „Largo“ aus der Oper „Xerxes“ von Georg Friedrich Händel. Der persische König Xerxes singt in dieser Oper ein Loblied auf einen Baum.
Das anschließend in lateinischer Sprache gesungene „Laudate Dominum“ ist die Vertonung des kürzesten Psalms im kürzesten Kapitel der Bibel. Alle nichtjüdischen Völker, auch die Heiden, werden hier zum Gotteslob aufgefordert. Die musikalische Interpretation dieses Psalms, vertont von dem anwesenden jungen Christian Hofmann (*2001), intonierten die Chorsänger sehr präzise, dem Dirigat ihres Chorleiters Pavel Brochin folgend.
Zum Abschluss des ersten Programmteils erklang das Lied „O hehre Nacht“ von A.Ch. Adam, in welchem die Bedeutung von Jesus‘ Tod am Kreuz für uns Menschen verständlich gemacht wird.
Den ersten Eindruck vom Gastchor „St. Daniels“ aus Moskau bekam das Publikum beim gemeinsam mit dem Männerchor Geistingen aufgeführten Musikstück „Hymne an die Nacht“. Die Melodie orientiert sich an Beethovens Klaviersonate Nr. 23, der „Appassionata“. Über die Bearbeitung von Friedrich Silcher und dem Text von Friedrich von Matthisson entstand dann von Ignaz Heim (1818-1880) die Notation für einen 4-stimmigen Männerchor. Das passte bestens auch zu den 4 Sängern aus Moskau, die mit 1. und 2. Tenor, 1. und 2. Bass ebenfalls 4-stimmig vertreten waren. Ein harmonischer Gesamtklang der beiden Chöre füllte die Kirche.
Der Männerchor Geistingen überließ nun das Podium dem Gastchor aus

Moskau, der in der Folge Gesänge aus der russisch orthodoxen Liturgie vortrug. Dr. Vladislav Belikov, der künstlerische Leiter und Bariton des russischen Vokal-Quartetts, stellte vorher seinen St. Daniels Chor dem Publikum – in deutscher Sprache – vor. Ausführliche Informationen finden Sie in der deutschen Homepage des St. Daniels Chores unter dem Link http://daniels-chor.de/.

Der sich nun anschließende Wechsel zu den russischen Volksweisen – Dr.Vladislav Belikov erinnerte hier gerne an den 1981 aufgelösten Don-Kosaken-Chor unter dessen damaligem Leiter Serge Jaroff – erfreute dann mit bekannten Stücken, wie z.Bsp. „Abendglocken“ die Zuhörer, die mit viel Beifall den 4 Sängern dankten, welche nun dem Männerchor Geistingen die „Bühne“ überließen.
Von bekannten Liedern, wie das „Bethlehem“ von den Bläck Fööss nach dem Satz von Chorleiter Pavel Brochin über „Stääne“ von den Klüngelköpp näherte sich das Adventskonzert allmählich seinem Ende mit „Frohe Weihnacht“ von H. Knipp und D. Glave, ebenfalls gesetzt von Pavel Brochin.
Zum Ende des Programmteils sangen die Geistinger und Moskauer Sänger gemeinsam das bekannte Weihnachtslied „Feliz Navidad“ von J. Feliciano. Die dabei teilweise eingebauten spritzigen Intonationen der russischen Vokalisten wirkten wie ein (musikalisches) Feuerwerk – ein gelungener Auftritt beider Chöre.
Wie bei jedem Adventskonzert des „Männerchor Geistingen“ sangen zum Abschluss nun alle Sänger mit dem Publikum das Kirchenlied „Menschen, die ihr wart verloren“ von Christoph Bernhard Verspoell (1743 bis 1818).

Der Männerchor Geistingen e.V. dankt allen Konzertbesuchern, die durch ihre Spende den Missionskreis Hennef-Warth unterstützt haben und wünscht ein frohes Weihnachten und ein glückliches, friedvolles Jahr 2019

Nun folgen weitere Fotos aus dem Konzert

HG Felix liest ein Weihnachtsmärchen
Hans-Georg Felix liest die Geschichte von drei hochstrebenden Tannenbäumen,
ihren Wünschen zu Weihnachten und deren dann sehr spezielle Erfüllung


Fotos von Dr. Hartmann